Informationen für Bewerber*innen zur neuen Pflegeausbildung

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Nächstes Jahr, 2020, startet die neue Pflegeausbildung, die der Bundestag im Pflegeberufereformgesetz beschlossen hat – auch in unserer Ausbildungsstätte! Vielleicht haben Sie unter dem Titel „Generalistische Pflegeausbildung“ oder „Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau“ schon davon gehört und haben jetzt viele Fragen. Hier gibt es Antworten:

Wo kann ich die neue Pflegeausbildung absolvieren?

Sie können die neue Pflegeausbildung an jeder Altenpflegeschule und Krankenpflegeschule in Deutschland absolvieren. Die bisherigen Ausbildungen zum Altenpfleger, zum Gesundheits- und Krankenpfleger oder zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger (w/m/d) wird es nicht mehr geben. An einigen Schulen laufen bereits seit einigen Jahren Modellprojekte zur generalistischen Pflegeausbildung, die jedoch noch nicht zum Abschluss Pflegefachmann/Pflegefachfrau führen. Die neue Pflegeausbildung im Sinne des Pflegeberufereformgesetzes wird überall erst ab 2020 angeboten. So auch in unserer Ausbildungsstätte!

Ab wann kann ich mich für die neue Pflegeausbildung bewerben?

Der erste Jahrgang der neuen Pflegeausbildung startet in den allermeisten Ausbildungsstätten im Sommer oder Herbst 2020. Einzelne Pflegeschulen bieten zwei Ausbildungsdurchläufe pro Kalenderjahr an und starten mit dem ersten bereits im April. Die Bewerbungsphase für den Start im Sommer liegt meist im Frühjahr, für den Start im Frühjahr meist Anfang des Jahres und ist von Ausbildungsstätte zu Ausbildungsstätte unterschiedlich. In unserer Bildungsstätte beginnt der erste Jahrgang der neuen Pflegeausbildung im April´2020. Die Bewerbungsfrist geht vom 01.04.2019 bis zum 31.01.2020.

Was muss ich tun, wenn ich schon examinierte Alten- oder Krankenpflegefachkraft bin oder mich in der Ausbildung befinde?

Sie müssen gar nichts tun. Die Ausbildung nach dem auslaufenden Modell wird in einer Übergangsphase zu Ende geführt. Ihr Abschluss gilt weiterhin und Sie können weiter in Ihrem Beruf als Pflegefachkraft arbeiten. Eine Weiterbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau gibt es nicht. Es handelt sich um die neue Form der Pflegeausbildung, die zukünftige Generationen von Pflegekräften absolvieren.

Warum gibt es eine neue Pflegeausbildung?

Weitere Informationen zu den Hintergründen der neuen Pflegeausbildung finden Sie im Infoportal der Diakonie Deutschland unter https://www.diakonie.de/themenschwerpunkt-generalistische-pflegeausbildung/.

 

Neue Ausbildung in der Pflege

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Ausbildung wird neu geordnet durch das Pflegeberufe- Gesetz

Der Gesetzgeber reformiert die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung. Das Pflegeberufegesetz (PflBG) wird zur Zeit durch die Gesetzgebungsinstanzen geschickt und soll in erster Stufe im Jahr 2016 in Kraft treten und die Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Altenpflege in einem Gesetz vereinheitlichen. Ab 2018 werden Altenpfleger, Krankenpfleger und Kinderrankenpfleger einen einheitlichen Ausbildungsweg gehen. Ursache für eine Reform ist der drohende Fachkräftemangel in den Pflegeberufen.

Wer mehr über das neue Gesetz wissen will, kann diesem Link folgen.
Das Familienministerium informiert über die Weiterentwicklung der Pflegeberufe.
Das Gesundheitsministerium informiert über die Reform der Ausbildung (pdf).

Generalistik jetzt!

Mit einer zeitgemäßen Berufsausbildung den Pflegeberuf aufwerten und Auszubildende gewinnen

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist eine der größten Herausforderungen unseres Gesundheitssystems. Die Weiterentwicklung der getrennten Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege hin zu einer einheitlichen Pflegeberufsausbildung ist darauf die richtige Antwort. Denn schon heute sind in Pflegeeinrichtungen vertiefte medizinisch-pflegerische Kenntnisse für eine komplexe Behandlungspflege erforderlich. Zeitgleich steigt in den Krankenhäusern der Anteil pflegebedürftiger und demenziell erkrankter Patienten stark an. Nur eine breit ausgerichtete Ausbildung qualifiziert zur Pflege von Menschen aller Altersphasen und Lebenssituationen – egal in welchen Versorgungsbereichen. Fest steht, dass viele Berufsgruppen schon heute verstärkt um junge Menschen werben. Hier muss der Pflegeberuf mithalten können und für Schulabgänger attraktiv sein. Neben einer attraktiven Ausbildung zählen vor allem gute Arbeitsbedingungen, eine leistungsgerechte Bezahlung, vielfältige Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie ein gutes Image des Berufsbildes. Die Pflege muss auf Augenhöhe mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen stehen. Nirgendwo sollte in Zukunft mehr ohne die Pflegefachpersonen geredet und entschieden werden können.

Das vorliegende Pflegeberufsgesetz professionalisiert und entwickelt den Pflegeberuf weiter:

  • Es werden erstmals Vorbehaltsaufgaben für Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner definiert, für die nur sie befähigt sind.
  • Die Inhalte der Ausbildung werden durch eine Fachkommission aus Pflegeexperten festgelegt und kontinuierlich weiterentwickelt.
  • Die Ziele der Ausbildung sind stärker als bisher auf Gesundheitsförderung und Rehabilitation sowie Anleitung und Beratung
  • Der Zugang zur Ausbildung steht allen geeigneten Bewerbern mit einem 10-jährigen Schulabschluss offen.
  • Endlich wird das Schulgeld flächendeckend abgeschafft.
  • Alle Auszubildenden erhalten eine angemessene Ausbildungsvergütung.
  • Bestandteil der generalistischen Ausbildung ist ein individuell wählbarer Vertiefungseinsatz in einem Pflegebereich.
  • Die neue Finanzierung macht die Ausbildung auch für Betriebe attraktiver. Eine Kostenverteilung erfolgt nun auf allen Schultern. Ausbildungsbetriebe haben dadurch keine wirtschaftlichen Nachteile mehr gegenüber nicht ausbildenden Betrieben, vor allem in der Altenpflege.
  • Selbstverständlich gibt es einen Bestandsschutz für bestehende Berufsabschlüsse der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege sowie der Altenpflege.
  • Auch die Möglichkeit einer hochschulischen Ausbildung wird die Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen, zur Weiterentwicklung der Qualität der Pflege beitragen und das Selbstbewusstsein der Pflege stärken. Dies ist eine deutliche Aufwertung des Pflegeberufs.
  • Die einheitliche Pflegeberufsausbildung wird im Unterschied zum heutigen Altenpflegeberuf im gesamten EU-Ausland anerkannt und ermöglicht eine EU-weite berufliche Mobilität.

Quelle: © 2017 Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigter für Pflege

Keine Geburtshilfe im Krankenhaus Wermelskirchen

Jetzt steht es fest: Im Wermelskirchener Krankenhaus werden ab April 2016 keine Kinder mehr zur Welt kommen. Es haben sich die letzte Zeit zu wenige werdende Mütter für eine Entbindung in Wermelskirchen entschieden. Die Mitarbeiter werden alle weiterbeschäftigt, wenn sie gerne wollen.

Mehr Informationen zum Beispiel auf RP-Online.de!